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Verhaltensregeln

Om-Swastiastu! – Ich hoffe, es geht gut!
So begrüßt man sich auf Bali,
wo Form und Anstand, aber auch Würde und Religion zum Alltag gehören.

 

Hier einige allgemeine Verhaltensregeln, die Sie unbedingt befolgen sollten.

Gesten

Berühren Sie niemals einen Balinesen (auch Kinder) am Kopf! Er ist heilig und ist der Sitz der Seele.
Geben, nehmen oder essen Sie nie etwas mit der linken Hand! Sie gilt als unrein.
Zeigen Sie nie Ärger und Wut, indem Sie die Hände in die Hüften stützen, schreien oder mit dem Finger drohen! Zeigen Sie auch niemals mit den Fingern auf jemanden! Dies alles ist sehr verpönt und Sie verlieren durch derartiges Verhalten Ihr Gesicht.
Öffentliches Naseputzen ist ebenfalls verpönt! Suchen Sie sich dafür einen abseits gelegenen Ort.
Lautes Lachen gilt als untrügliches Symptom für Geisteskrankheit!

Kleidung

Die Luft auf Bali ist sehr angenehm, warm und weich, daher ist leichte und locker sitzende Kleidung aus Baumwolle, Viskose oder Seide zu empfehlen. Bitte beachten: Kniee und Schultern immer bedeckt halten! Es gilt: Badeanzüge, Shorts, Bermudas, ärmelose Oberteile oder andere freizügige Kleidungstücke sollten nicht ausserhalb der Hotelzonen, des Strandes
und privaten Bereiches getragen werden! Ebenso ungepflegte und verschmutzte Kleidung, da Kleidung als Indikator für den religiösen und sozialen Status gilt und Sie meist besser behandelt werden, wenn Sie angemessen und sauber gekleidet sind.
Für Bergtouren sind langärmliger Pullover, lange Hose und festes Schuhwerk zweckerfüllend.
FKK sowie "oben ohne" sind in Indonesien verboten!

Tempelbesuche

Bitte kleiden Sie sich sittsam! Männer lange Hosen und ein Hemd, Frauen ein Kleid oder ähnliches, das die Knie und die Schultern bedeckt.
Ziehen Sie Ihre Schuhe aus und legen Sie eine Schärpe (Sarong, Slendang, Seidentuch etc.) an, bevor Sie eintreten!
Halten Sie sich im Hintergrund und fotografieren Sie nicht, wenn Leute gerade beten oder eine Zermonie stattfindet!
Nehmen Sie an einer Zermonie teil, achten Sie darauf, dass Sie nicht höher sitzen oder stehen, als der Oberpriester!
In den meisten Tempeln, die für Besichtigungen geöffnet sind (viele der kleinen Dorftempel sind es nicht!), befindet sich am Eingang eine Spendenbox. Sie sollten immer etwas hineintun (der Betrag kann von 500 bis 5000 Rupiah pro Person variieren). Meistens liegt auch ein Spendenbuch aus, wo Sie Ihren Namen eintragen können.
Das Besteigen von Tempelmauern ist nicht erwünscht!
Frauen dürfen während ihrer Menstruation die Tempel nicht betreten!

Fotografieren

Bitte fotografieren Sie niemals Zermonien und Balinesen, auch wenn es noch so reizvoll ist, ohne vorher nachgefragt zu haben > “boleh saya memotret ?“ bzw. “may I take a picture?”

Trinkgeld

In den Hotels und in manchen Restaurants ist in der Regel eine Service Charge von 10% im Preis enthalten. Falls nicht, ist ein Trinkgeld von 5 - 10% immer angemessen, das Sie jedoch
nur geben sollten, wenn Sie mit den Leistungen wirklich zufrieden waren. Dies gilt auch für Dienstleister (Fahrer, Begleiter etc.).

Einkaufen

Zum Einkaufen gibt es viele Gelegenheiten: Märkte, Strassen- und Strandhändler, kleine und große Geschäfte. In Sanur, Kuta und Legian sind grössere Läden ansässig. In diesen Geschäften sind die Waren mit festen Preisen ausgezeichnet. Sie können allerdings nach einem Rabatt fragen, falls sie mehr als einen Artikel kaufen.

Auf Märkten, in kleineren Läden und bei den Strassen- und Strandhändlern dagegen, gehört das Handeln zum Alltag und ist ein Muss, wenn Sie nicht Ihr "Gesicht verlieren" wollen!
Das Einkaufen dort kann allerdings ziemlich anstrengend werden, da die Händler einen sehr offensiven Verkaufsstil bevorzugen und jeder Kauf ausführliche Diskussionen und Presiverhandlungen erfordert.

Nur wenn Sie dort wirklich etwas kaufen wollen, lassen Sie sich auf einen Handel ein!
Bieten Sie etwas weniger als die Hälfte des geforderten Preises und einigen Sie sich zwischen der Hälfte und dem Anfangspreis des Händlers. Handeln Sie aber nicht zu unerbittlich, denn die meisten dieser Händler sind materiell ziemlich schlechtgestellt. Und bevor Sie etwas kaufen,
insbesondere bei Kunsthandwerk, Bildern und Kleidung sollten Sie sich vorab völlig im Klaren sein, was Ihnen der betreffende Artikel wert ist.

Falls Sie kein Interesse an dem Angebotenen haben, sagen Sie es dem Händler freundlich und deutlich > "No, thank you" oder “I am just looking”.

Bedenken Sie bei Ihren Einkäufen, dass Sie auf Ihrer Rückreise mit den indonesischen und deutschen Zoll-Aus- und Einfuhrbestimmungen konfrontiert werden!
Beliebte Mitbringsel sind balinesischer Kaffee und Gewürze (verpackt ist die Einfuhr kein Problem). Souvenirs im Wert bis insgesamt 175 Euro sind zollfrei, ebenso die Einfuhr von 200 Zigaretten (Kretekzigaretten sind zu 240 Stck. verpackt) oder 250 g Tabak, 1 Liter Spirituosen (Cognac etc.) oder 2 Liter Wein bzw. Likör (bis 22%vol.).

Was nicht ein- und ausgeführt werden darf sind: Schildpatt, Korallen, Tiere ohne CITES und unter Artenschutz stehende Pflanzen. Falls Pflanzen endemisch in Indonesien sind, werden Sie Schwierigkeiten haben, sie aus Indonesien auszuführen.
Lesen Sie auch > Einreise/Aufenthalt/Ausreise

Es ist ratsam, Quittungen über Ihre Einkäufe aufzuheben, um den Kaufpreis gegebenenfalls belegen zu können.

Sonstiges

Falls Sie eine falsche Auskunft bekommen, hinsichtlich Richtung , Lage oder Entfernung eines Ortes, einer Sehenswürdigkeit etc., ärgern Sie sich nicht. Balinesen machen eher eine falsche Aussage, als zuzugeben, dass sie die Frage nicht beantworten können.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie häufig nach Namen, Beruf und Ehestand gefragt werden. Ihre "ausführliche" Antwort interessiert die Einheimischen nicht wirklich, sie versuchen nur ihre soziale Stellung herauszufinden, um sich darauf einzustellen und entsprechend zu reagieren.

In Indonesien laufen die Uhren anders, auch auf Bali herrscht die “Gummizeit” (jam karet) . Wundern Sie sich also nicht, wenn Verabredungen nicht klappen oder Leute viel zu spät kommen. Das ist landesüblich.
Bleiben Sie locker und vertreiben Sie sich die Wartezeit mit schönen Dingen. Schenken Sie dem Zuspätkommenden ein Lächeln.

Sicherheitsprobleme gibt es auf Bali nicht, die Kriminalitätsrate ist niedrig.
Achten Sie trotzdem auf Ihr Hab und Gut, besonders bei Busfahrten und am Strand. Kleine Gaunereien beim Geldwechseln oder Tanken sind auch nicht unüblich.
Etwas lästig sind die vielen "freiberuflichen" Fremdenführer und Schlepper, die besonders in der Nähe von Sehenwürdigkeiten in Scharen anzutreffen sind und die recht aufdringlich sein
können. Falls Sie ohne Begleiter unterwegs sind, weisen Sie freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass Sie kein Interesse an der Dienstleistung haben oder bitten Sie Ihren Fahrer (vielleicht gegen ein kleines Extra-Trinkgeld), Sie zu der Sehenswürdigkeit zu begleiten, das hält so manchen "Schatten" fern.

Im Falle eines Falles:

Notrufnummern in Indonesien:
Polizei 110, Unfallrettung 118, Feuerwehr 113, Internationaler Handy-Notruf 112

Kartensperrung (EC-, Kredit-, Kunden- und Handykarten)
Zentrale Notrufnummer: 0049 116 116 | www.kartensicherheit.de

 

Und zu guter letzt:

Lächeln Sie und bleiben Sie ruhig,
so manches wird dadurch angenehmer und leichter :-)

Alle Angaben ohne Gewähr!

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